Finanzanalyse, Vorschau 2012

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Finanzanalyse: Vorschau 2012

Was bringt uns das Jahr 2012? Wir wagen zum dritten Mal eine Prognose.

Rückschau: Bei der Prognose für 2011 haben wir den Preis des Dollars fast punktgenau getroffen.

Ebenfalls haben wir den Gang der amerikanischen Wirtschaft verstanden und den Dow Jones auch exakt getroffen.

Völlig daneben lagen wir beim Dax und beim Bund Future. Hier hat das Eingreifen der Politik Marktprognosen völlig auf den Kopf gestellt.

Für 2012 – unserem dritten Prognosejahr – ergibt sich ein Ausblick, der für das zweite Halbjahr optimistische Züge trägt.

Gold: Wegen der höheren Förderkosten und der Einsicht, dass zwei Drittel der bekannten Goldvorkommen bereits gefördert sind, einerseits und andererseits wegen der gestiegenen Nachfrage weltweit, insbesondere der BRIC-Staaten, der Tigerstaaten und auch der alten Welt, privat, für Schmuck, institutionell, ist kaum mit einem deutlich fallenden Goldpreis mehr zu rechnen. Schwankungen nach unten kann es immer geben, der Weg des Goldpreises geht aber weiter nach oben.

Daran kann auch die Diskussion über eine eventuelle Rezession nichts ändern.

Immobilien: Deutschland. Auch wenn die Preise hier angestiegen sind, so liegen sie doch noch immer im angemessenen Korridor. Von einer Überhitzung oder Preisblase ist nirgends etwas zu sehen.

Wer also Geld hat, das er mittelfristig nicht zu Lebenszwecken benötigt, ist mit einer zu einem angemessenen Preis gekauften Immobilie auf der sicheren Seite.

Vorteil der vermieteten Immobilie. Sie bringt, im Gegensatz zum Gold, jeden Monat einen Ertrag durch die Mieteinnahme.

Staatsanleihen: Die großen Verlierer 2011. Früher der sichere Hafen, was 2012 passiert, hängt vom politischen Fingerspitzengefühl ab. Man darf also gespannt sein.

Wirtschaftsausblick 2012

Im Augenblick wird das Negativszenario in all seinen Varianten durch die Presse gejagt. Wer was auf sich hält, der malt dunkel.

Wir sehen es etwas anders. Bezüglich des Euros sind eine ganze Menge Maßnahmen zur Prävention getroffen worden. Ein Intervenieren bei Bedarf ist vorbereitet und möglich. Viel Lärm wurde veranstaltet ob einer möglichen Staatspleite Griechenlands. Eingetreten ist sie nicht. Und so wird es auch mit anderen Wackelkandidaten, an der Spitze Italien, ausgehen. Die Drohung ist gefährlicher als ihre Ausführung. Deshalb dürften wir Wesentliches überstanden haben und beim Greifen der vorbereiteten Maßnahmen die Marktberuhigung eintreten.

Wir rechnen deshalb mit einer schwankenden europäischen Wirtschaft mit Ausschlägen nach unten für das erste Halbjahr 2012, im zweiten Halbjahr nach abgeschlossener Kapitalaufstockung der systemischen Banken geht es wieder nach oben.

USA: Verbesserung geht weiter.

Japan: Unklar

China: Weiter Wachstum. China bedarf einer landesinternen Konsolidierung, die die Binnennachfrage aber ankurbeln wird, sodass hier ein Ausgleich für die möglicherweise fallenden Exporte stattfinden könnte.

Summa: Die BRIC-Staaten, die Tigerstaaten werden durch ihre wachsende Binnennachfrage die Weltkonjunktur insgesamt am Abfallen hindern.
Die USA sind aus dem Jammertal außen und werden ebenfalls Impulse geben.
In Europa ist für das zweite Halbjahr ebenfalls mit einer Wachstumszunahme zu rechnen.

Prognose Indexstände zum 31.12.2012

Dow Jones: 13000
Dax: 6500
Dollar: 1.30
Bund Future: 125