Finanzanalyse : Vorschau 2017

Auch für das Jahr 2017 wagen wir wieder eine Vorschau.

Rückschauend zunächst ist festzuhalten, dass wir die Stärke des Dollars richtig gesehen haben.

Bei allen anderen Parametern lagen wir deshalb falsch, weil die Ankündigungen der Amerikanischen Zentralbank, die Zinsen mehrere Male zu erhöhen , nicht umgesetzt wurde.Sollte sich die Amerikanische Zentralbank nunmehr doch noch zu weiteren Zinserhöhungen durchringen, so wird das geschilderte Szenarium entsprechend zeitversetzt eintreten.

Ausblick:

Wir können festhalten, dass die Inflation in Europa langsam etwas Fahrt aufnimmt. In den USA ist das bereits deutlich weiter gediegen.

In Europa kann man davon ausgehen, dass die Europäische Zentralbank dieses Szenarium höchst aufmerksam beobachten wird. Die Zinsen könnten dadurch etwas anziehen, das Aufkaufprogramm der Zentralbank zum Ende des Jahres vieleicht etwas zurückgefahren werden.

Insgesamt rechnen wir aber mit keiner großen Veränderung der Zinslandschaft.

Das Weltwirtschaftswachstum wird moderat ausfallen.

Pollitische Entscheidungen beeinflussen dieses Jahr wohl noch mehr die Märkte . Brexit, Trump haben wir bereits, die Wahlen in Frankreich, den Niederlanden und vorallem bei uns werden zeigen müssen, dass der Euro stabil und krisensicher ist.Die Nationalismen sind nicht zu unterschätzen, ob die Flüchtlingsherausforderung bereits gemeistert  ist, wird sich zeigen.

Es bleibt spannend dieses Jahr. Politische Entscheidungen sind stets ein großer Unsicherheitsfaktor für die Bestimmung der Märkte, da niemand im Voraus die Entscheidungen kennt.

Wir haben uns bisher stets nach den prognostisch möglichen Marktkriterien bei der Analyse gerichtet. Diesmal werden wir den politischen Einflüssen mehr Gewicht einräumen.Oder anders formuliert: Wir werden mehr politische Märkte sehen und die Entscheidungen der Zentralbanken werden hiervon beeinflußt.

Der Dollar wird solange stark gegenüber dem Euro bleiben, solange die Zinsen in den Vereinigten Staaten höher als in Eropa sind und die Wirtschaftsaussichten dort als besser eingeschätzt werden.

Die Aktienmärkte werden nur dann reagieren, wenn der Faktor Geld negativ werden sollte. Dies wiederum hängt von der Politik Trumps ab, ob und wieweit die amerikanische Zentralbank hierauf reagiert, reagieren muss.

In Europa wird viel von den Ausgängen der Wahlen abhängen, ob die politischen Verteilungen anders aussehen, ob die Europäische Zentralbank hierauf reagieren muss. Man darf hier gespannt sein. Das Jahr 2017 verspricht spannend zu werden.