Finanzanalyse : Vorschau 2018

Die Prognosen 2017 waren recht ordentlich. Die Richtung hat gestimmt.

Wir betrachten die Entwicklung etwas genauer:

Am 14. Dezember 2016  erfolgte die zweite Zinserhöhung der amerikanischen Zentralbank. Folge: De Dollar wurde stärker Der Effekt dadurch : Der Aktienmarkt ist gestiegen.

Bei weiteren Zinserhöhungen : Geld fliest weiter in den Dollar, der Dollar steigt weiter.

Dies solange bis beim Euro eine Gegenbewegung einsetzt.

Wie etwa  Stopp des Aufkaufsprogrammes der EZB , danach etwa die Ankündigung von Zinserhöhungen. Diese Maßnahmen würden den Euro stärken.

Was ist realiter passiert: Die EZB hat das Volumen des Aufkaufprogrammes reduziert.

Dazu: Das Auslaufen der Konjunktur in den USA stärkt den Euro.

Weiter:Im Markt ist eine Kraft zu spüren, die den Euro steigert.

Unterstellt: Vermutung des „richtigen“ Dollar/Euro-Verhältnisses bei 1.33

Mit einem Stopp ist gleichzeitig das Negativwerden des Faktors Geld verbunden. die Zinsen werden ansteigen. Geld wird teurer Liquidität wird dem Markt entzogen.

Zinserhöhungen in den USA sind natürlich kontraproduktiv bei fallenden Konjunkturaussichten. Das richtige Mittel der Lehre folgend wären Zinssenkungen, um den Markt mit Liquidität zu versorgen.

Für Europa gilt: Zinserhöhungen gefährden die Zahlungsfähigkeit der einzelnen Staaten und stellen ein unkalkulierbares Risiko  dar. Das Szenario: Europa geht in die Pleite, wird die EZB davon abhalten auch  nur ansatzweise an der Zinsschraube nach oben zu drehen.

Sollte Europa wieder in die Rezession gehen, so sind die Mittel der EZB dagegen etwas zu tun  gering:Sie hat bereits jetzt ihr Pulver verschossen für diesen Fall.

Faktoren: Das auslaufen der US-amerikanischen Konjunktur. Dieses wird durch die Steuerreform etwas verzögert, die Marktmechanismen dadurch aber nicht außer Kraft gesetzt.

Faktoren: Die Beibehaltung des EZB-Kurses der Nichtzinserhöhung auch in 2018.

Faktoren: Überraschungsmoment: Die unheilvolle Polarisierung bzw. Zuspitzung von Krisen:USA-Iran;Iran-Saudi Arabien;Russland-Ukraine;EU-Russland:Israel-Arabische Welt;Libanon;Syrien;Türkei;Libyien;   Nordkorea;   die Großmacht China.

In der Presse taucht erstmalig gehäufter der Begriff KRIEG auf.

Marktsättigungen  in Europa verhindern das Ansteigen von Inflation.

Deutschland: Immobilienboom und Export schaffen ein überproportionales Wachstum, das aber durch die Stagnation in anderen Bereichen als gesamtwirtschaftliches Wachstum niedrig gehalten wird.

Marktsättigungen können nicht durch Strukturreformen ausgeglichen werden..Nur durch Produktivwachstum, das in einigen Bereichen – Bau, Export- vorhanden ist, in anderen aber nicht.

Kondratjewzyklus Medizin: Wachstum strukturell und administrativ begrenzt. Die Breitenwirkung fehlt.Sodass auch hier die Impulse für ein breites Produktivwachstum nicht gegeben sind.

Summa: Sättigung , kein ausreichendes  Produktivwachstum,keine Inflation,

Stagflation, Negativwachstum, Minimalinflation.

 

Wie reagiert der Immobilienmarkt bei Entzug von Liquidität aus dem Markt?

1.Allgemein. Die Preise werden langsam fallen(normalerweise mit 2 Jahren Verspätung).

2.Kredite werden an Kaufwillige weniger verteilt, weil die Zinsbelastung steigt.

3. Weiterhin ist der Markt davon abhängig, ob bei ihm die Zuwanderung von Menschen weiterhin stattfindet.Wenn ja, dann dürften die Preise stabil bleiben, auch auf höherem Niveau, weil dann der Faktor“Bedarf“ weiterwirkt(=positiv).. Wenn nein, dann fallen die Preise.

4. Kreditkonditionen werden verschärf: Dadurch weniger Käufe, Preise fallen.

5. Überraschungseffekt: Ausländische Käufer, Großinvestoren. Beide können den markt und die Preise stützen.

 

Zur Frage des langsam steigenden Marktes/stehenden Marktes.

Feststellung 1: Ein langsam steigender Markt ist gut, wenn er durch natürliches Wachstum steigt.

Feststellung 2. Ein sehr stark steigender Markt entwickelt sich immer dort, wo deutlich mehr Nachfrage  als Kapazitäten vorhanden sind( zum Beispiel:  Regensburg, Tübingen).

Feststellung 3: Die Relation von Angebot und Nachfrage bestimmt den Preis.Ist das Angebot hoch, fällt der Preis.Ist das Angebot niedrig, steigt der Preis.

Dieses Verhältnis differiert in jeder Stadt, in jedem ländlichen Bereich.