Finanzanalyse: Vorschau 2019

WAS ZU BEACHTEN IST IN 2019

1. Ab Herbst 2019 beabsichtigt die Europäische Zentralbank die Zinsen anzuziehen.
In welcher Form hat sie nicht gesagt.
Zinserhöhungen nehmen dem Markt Liquidität und führen regelmäßig zu Preisreduzierungen bei Sachwerten.

2. Die Amerikanische Zentralbank hat zunächst für 2019 zwei Zinserhöhungsschritte in Aussicht gestellt., dann aber jüngst modifiziert, dass sie sich der konjunkturellen Notwendigkeit anpassen werde.
Nach dieser jüngsten Aussage der Zentralbank bedarf es eines ständigen Beobachtens der Konjunktur- und Arbeitsmarktzahlen. Davon hängt das weitere Vorgehen der Zentralbank bezüglich möglicher Zinsveränderungen ab.

3. Die politischen Unwägsamkeiten.
Politische Entscheidungen können naturgemäß Einfluss auf das Wirtschaftswachstum nehmen.
Es ist leider eine allgemeine Erfahrung, dass bei Kriegen und Handelskriegen das Wirtschaftswachstum rückläufig ist.
Vor diesem Hintergrund ist das politische Geschehen zu beobachten.
Aktuell sprechen die vielen Unwägsamkeiten für eine Rückläufigkeit des Weltwirtschaftswachstums.

4. Der Begriff Krieg bleibt weiterhin als Drohung in der politischen Diskussion, zuletzt von China gegenüber Taiwan ausgesprochen.
Die Handlungsweisen der großen Staaten einschließlich China sind aggressiv, deeskalierende Maßnahmen sind nicht zu sehen.
Der gewollte Verlust der Führungsrolle der USA als Weltpolizei hat politische Leerräume freigesetzt, die zu gefährlichen weltpolitischen Machtverschiebungen geführt haben und noch weiter führen.China und Russland haben diese Vakua bisher konsequent genutzt.Russland weltpolitisch , China wirtschaftlich und machtpolitisch die eigenen Einflussbereiche erweitert. Die Schaffung der Seidenstrasse ist das aktuelle Ergebnis, bei dem China aber keinesfalls stehen bleiben wird.

Prognosen 2019

Die politischen und handelspolitischen Auseinandersetzungen weltweit sprechen eher für eine rückläufige Weltwirtschaft.
Zinserhöhungen sind bei rückläufiger Wirtschaft das Falsche. Die Zentralbanken werden sich deshalb genau überlegen müssen, was sie machen.
Es spricht deshalb vieles dafür, dass Zinserhöhungen im laufenden Jahr 2019 nicht mehr stattfinden.

Was beim Immobilienmarkt zu beachten ist.

Solange der Zuwanderungsfaktor für die Großstädte und Ballungsräume intakt ist, solange werden die Preise stabil bleiben bzw. steigen.
Gleiches gilt bei unveränderten Zinssätzen.
Erst wenn deutlich wird, dass mit eindeutigen Zinserhöhungen zu rechnen ist, ist eine Marktumkehr wahrscheinlich.
Hiernach sieht es allerdings nach heutiger Sicht für 2019 nicht aus.