Lebenslinien: Tanz, Eva, spiel!

Montag, 16. Mai 2011, 21.45 Uhr Bayerisches Fernsehen mit Untertitel!
Lebenslinien: Tanz, Eva, spiel!

„Wenn Eva auftritt, dann soll jeder ihre Hörgeräte sehen: Die Zuhörer im Geigenkonzert, die Tänzer in der Disco, ihre Schülerinnen. Denn Eva ist schwerhörig. Und hat es dennoch zur Lehrerin, guten Geigerin und Tänzerin gebracht.
Eva stammt aus Kronach. Ihr Vater ist ein Lateinlehrer „alter Schule“, die Mutter gibt Nachhilfestunden. Über die „Punischen Kriege“ kann sie mit ihnen reden, aber selten über Kunst oder zwischenmenschliche Probleme. Als junges Mädchen flüchtet sie sich in das Geigenspiel. Doch eines Tages scheint sie die hohen Frequenzen nicht mehr zu hören.

Fortan vernachlässigt sie ihre Übungen. Tänzerin zu werden gefiele ihr eigentlich auch. Doch nach dem Abi beschließt Eva, erst einmal Lehrerin zu werden und studiert – weit weg von Kronach in München, wo sie endlich mit mehr Menschen über Philosophie und Kunst sprechen kann. Während der Vorlesungen kann sie den Stoff mehr und mehr nur noch von den Lippen der Dozenten ablesen als ihn hören. Sie erkennt, dass sie schwerhörig ist! Als wenig später noch eine Multiple Sklerose bei ihr diagnostiziert wird, fällt sie in eine tiefe Krise. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich wieder intensiv ihrer Geige zu. Sie sucht sich einen Geigenlehrer, der bereit ist, sie trotz ihrer Hörschwäche zu unterrichten: Ferenc, der sie ermutigt, ihre Behinderungen zu akzeptieren und zu kämpfen. Tatsächlich wird sie einen gute Geigerin und – in seinen Armen – eine wunderbare Tänzerin.“ Zitat
Quelle: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/lebenslinien/lebenslinien-tanz-eva-spiel-dokumentarfilm-ID1305184089463.xml