Tinnitusnews 05.03.2011

Tinnitus News LII = 52

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60 Jahre DSB, 30 Jahre Nachbarschaftshaus Gostenhof, Nürnberg, 82 Jahre BDS, Nürnberg.

Ein Beitrag zur Geschichte des BDS, Nürnberg

Die Zeitspanne 1989 bis 2001- Die Vorstände Hans W. Hofmann (1989 bis 1995), Stühler(1995/96), Monika Ristow( 1996 bis 2000),Thomas Holz (2000/01).

Hans W. Hofmann übernahm die Nachfolge des langjährigen Vorsitzenden Leonhard Münster, der aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung stand.

Zur zweiten Vorständin wurde Frau Margarete Neunsinger gewählt. Sie war es, die eigentlich den Verein führte.

Die Vereinsnachmittage fanden im großen Saal des Nachbarschaftshauses Gostenhof statt. Die Mitgliederzahl konnte bei 125 gehalten werden.

Einer der Anfangsfehler Hans. W. Hofmanns bestand darin, dass er die Anträge auf Bezuschussung der Vollstelle Lieselotte Büllesbach nicht unterzeichnete und deshalb auch keine Zuschüsse bewilligt wurden. Die Sache endete schließlich vor dem Arbeitsgericht. Die mühsam erkämpfte Vollstelle war durch dilletantisches Handeln des Vorstandes weg.

Herr Hofmann erklärte Ende 1994 überraschend , dass er für das Amt des 1. Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung stehe und Frau Neunsinger führte den Verein kommisarisch bis zu den Neuwahlen. Das Problem bestand im Finden eines Nachfolgers. Diese Suche zog sich über Monate hin . Schließlich fand Frau Thäter in ihrem Nachbarn, Herrn Stühler, der guthörend ist, einen Kandidaten, der bereit war, dieses Amt zu übernehmen. Auch Erich Münster war angesprochen worden und erklärte seine Bereitschaft zur Kandidatur , sollte sich kein anderer Bewerber finden, um so die Auflösung des Vereines zu vermeiden.

Herr Stühler wurde in der anberaumten Versammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt. Damit war die Weiterexistenz des Vereines vorläufig gesichert. Gesundheitliche Gründe ließen aber Herrn Stühler nicht lange im Amt bleiben. Er legte ein Attest vor, aus dem hervorging, dass er das Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr führen könne. Somit war das leidige Vorstandsproblem wieder akut geworden. Frau Neunsinger war unter Herrn Stühler wiederum zur zweiten Vorständin gewählt worden und ihr oblag es nun erneut, die Geschäfte kommisarisch bis zur nächsten Wahl des 1. Vorsitzenden weiterzuführen. Dem kommenden Vorstand gehörte Frau Neunsinger nicht mehr an. Der Verein verdankt ihr und ihrem Engagement eine lange Zeit guten Prosperierens.

Frau Monika Ristow wurde in 1996 zur ersten Vorsitzenden des Vereines gewählt. Frau Gertrud Dossler wurde stellvertretende Vorsitzende. Somit gab es zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine weibliche Doppelspitze. Dies wirkte sich sehr gut auf das Prosperieren des Vereines aus. Durch den unermüdlichen Einsatz der beiden Damen gelang es die Mitgliederzahl zu halten. Bei den monatlichen Vereinsnachmittagen waren ständig ca. 40 Mitglieder anwesend, bei den Weihnachtsfeiern ca. 70.Anfänglich wurden die Versammlungen weiter im großen Saal des Nachbarschaftshauses abgehalten, insbesondere deswegen, weil dieser ja eine Induktionsanlage enthielt. Diese funktionierte auch damals nur mangelhaft. Mit der Anschaffung einer tragbaren Induktionsanlage war es sodann möglich in den kleinen Saal des Nachbarschaftshauses zu wechseln. Die Weihnachtsfeiern aber fanden stets im großen Saal statt. Es gab erneut Probleme mit der ev. Schwerhörigenseelsorge. Insbesondere durch das Verhalten des Pfarrer Schmeling. Die Beratung wurde durch Frau Ristow intensiviert. Dadurch gelang es Mitglieder zu werben. Auch die Kontakte mit entsprechenden Stellen und Ämtern wurden gepflegt und gehalten. Die Kooperation mit einer Akustikerfirma brachte zusätzlichen Schwung. Zu erwähnen ist, dass Frau Ristow von ihrem Ehemann, Herrn Erhard Ristow maßgeblich unterstützt wurde. Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt auch viele Mitglieder der Alterskategorie 50-Plus. Die Jugend war Mangelware.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vorständinnen Neunsinger, Ristow und Dossler durch ihr persönliches Engagement den Verein vorbildlich durch die neunziger Jahre geführt haben und die Mitgliederzahlen konstant über 120 halten konnten.

Die Vorstandschaft Thomas Holz stellt nur eine kurze Episode dar. Thomas Holz zeichnete sich maßgeblich verantwortlich für die Gründung der Selbsthilfegruppe Erlangen.

Im nächsten Kapitel wenden wir uns der Zeitspanne 2001 bis 2009 zu, in der der schleichende Niedergang des Vereines zu beklagen ist. Ende 2009 hatte der Verein noch 59 Mitglieder. Von der Altersstruktur her der Kategorie hauptsächlich der Sechzigjährigen und älter zuzurechnen. Was war da passiert?

Erich Münster unter freundlicher Mithilfe von Frau Monika Ristow