Tinnitusnews 16.01.2011

Tinnitus News XXXXVIII

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Teil III Fortsetzung 1:Fortsetzung des Vereinslebens 1977 bis 1989, die Ära Leonhard Münster

Nun doch noch einmal zurück zur ersten Wahlperiode. Der Vorsitzende ist wegen Errichtung von Höranlagen für Schwerhörige bei den Städten Nürnberg, Fürth und Erlangen schriftlich vorstellig geworden , desgleichen bei den Dekanaten der beiden Kirchen Nürnberg, Fürth und Erlangen. Das Schreiben sollte das ungelöste Problem wieder in Erinnerung bringen.

Erst in späteren Jahren gab die evangelische Schwerhörigenseelsorge ein Merkblatt heraus, in welchem alle Kirchen des Nürnberger Umkreises mit ihren Hilfen für Schwerhörige aufgeführt waren.

Die Bildstelle der Stadt Nürnberg gewährte auf Antrag die gebührenfreie Ausleihe von Dias, das Hochbauamt schloss sich dem an.

Der Hellschreiber des Vorgängers ( für Versammlungen nicht zu gebrauchen) , konnte gegen ein massives Gerät umgetauscht werden.

Der Vorsitzende hat den Verein am 25.7.1977 bei der Grundsteinlegung und knapp 9 Monate später am 18.4. 1978 beim Richtfest der neuen Nürnberger Schwerhörigenschule vertreten. Es reifte damals die Erkenntnis, dass auch schwerhörigen Kindern von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr eine gute Ausbildung für die späteren Lebensjahre gegeben werden sollte, was sich in dem Bau von Schwerhörigenschulen und Berufsbildungswerken niederschlug.

Der Umgang mit der Gehörlosen- und Schwerhörigenschule sowie dem Berufsbildungswerk hielt sich im Rahmen der üblichen Höflichkeiten (z. B. Einladung zur Weihnachtsfeier) und nicht mehr.

Ein Interesse der Schwerhörigenlehrer beider Institute an dem Verein konnte nicht festgestellt werden.

Es bleibt die Frage: Was ist dann, wenn die schwerhörigen Jugendlichen nach dem 18. Lebensjahr aus dem behüteten Hort des Berufsbildungswerkes entlassen werden ?

Der Vorsitzende hatte die Einladung zum Internationalen Tag der Gehörlosen am 23. 9. 1977 angenommen und nahm auch an der gemeinsamen Jubiläumsfeier am 29.4.1978 teil. Außer Höflichkeiten ist es zu keinen Kontakten mit den Gehörlosen gekommen.

Die stellvertretende Vorsitzende Seeger und die Kassenverwalterin Wurzer vertraten den Verein bei der Bundestagung

1977 in Essen, während der Vorsitzende an einer Mitarbeitertagung , die am 8. und 9. Oktober in Heilbronn stattfand, teilnahm.

Ein großes Ereignis sollte der Tag der Schwerhörigen und Spätertaubten am 24.9.1978 in Nürnberg werden, den wir mit der evangelischen und katholischen Schwerhörigenseelsorge (Pfarrer Prokosch , St. Peter) veranstalteten.

Leider blieb der erwünschte und erträumte Erfolg aus. Wenigstens einigen Schwerhörigen wurde klar, dass es in Nürnberg einen Verein gibt, der sich um sie und ihre Probleme annimmt. Die Zusammenarbeit mit der evangelischen Schwerhörigenseelsorge unter Leitung von Dekan i.R. Rudolf Schwarz , der auch Mitglied des Vereins ist, war vorzüglich, was für seinen Nachfolger (Martin Ost ) leider nicht mehr zutraf.

Bei den Nürnberger HNO-Ärzten führte der Verein eine Werbeaktion durch durch Versendung der Vereinszeitschrift zwecks Auslegung in den Sprechzimmern . Neue Mitglieder hat der Verein hierdurch nicht gewonnen.

Eine einige Jahre später durchgeführte Aktion hatte den gleichen negativen Erfolg.

Obwohl gerade die HNO-Ärzte mit den Nöten und Sorgen der Schwerhörigkeit in erster Linie konfrontiert werden , hielten sie es nicht für notwendig , Patienten an den Verein zu verweisen. Mit der Verschreibung von Hörgeräten ist die Schwerhörigkeit nicht behoben. Schön wäre es!

Die Broschüre: Der schwerhörige Mitarbeiter versandte der Vorsitzende mit einem entsprechenden Anschreiben an die Stadt Nürnberg, die Oberfinanzdirektion, die Bundesbahndirektion, an das Oberlandesgericht und die Oberpostdirektion.